Premiere am 15. September 2018 im Landestheater

© Alexi Pelekanos

Der gute Mensch von Sezuan

Premiere am 15. September 2018 im Landestheater

© Alexi Pelekanos

Die Schöpfung der Welt scheint nicht vollends geglückt zu sein. Ungerechtigkeit, Armut und Unterdrückung beherrschen die Welt. So beschließen drei Götter, sich auf den Weg hinunter zur Erde zu machen. Auf der Suche nach gutherzigen und hilfsbereiten Menschen begegnen sie in Sezuan der armen Straßenprostituierten Shen Te. Sie ist die Einzige, die den drei Fremden ein Dach über dem Kopf anbietet. Zum Dank schenken die Götter Shen Te das Startkapital für einen kleinen Tabakladen.
Doch kaum hat sie das Geschäft eröffnet, wollen hilfsbedürftige Nachbarn, Verwandte und Freunde an ihrem kleinen Gewinn teilhaben. Sie alle bereichern sich auf ihre Kosten, wie auch der arbeitslose Flieger Sun, in den sich Shen Te verliebt und für den sie sich in Schulden stürzt. In ihrer Not erfindet Shen Te sich eine zweite Persönlichkeit und schlüpft in die Rolle des gewissenlosen Vetters Shui Ta. Unter seiner ausbeuterischen Führung wächst der Tabakladen zu einem Großkonzern.

Peter Wittenberg, der u.a. am Burgtheater, am Landestheater Linz und am Theater in der Josefstadt inszenierte, wird Brechts 1940 im Exil fertig gestelltes Parabelstück auf seine Gültigkeit hin überprüfen: Kann der Mensch in einer Welt, die nach den Maximen des Kapitalismus und des Konsums funktioniert, das Gute bewahren? Bedeutet ein Leben im Wohlstand immer ein Leben auf Kosten anderer? „Der gute Mensch von Sezuan“ ist märchenhaft und heiter, aber auch schonungslos. Am Ende verweigert Brecht eine Antwort. „Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluss! Es muss ein guter da sein, muss, muss, muss.“

 

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Die Schöpfung der Welt scheint nicht vollends geglückt zu sein. Ungerechtigkeit, Armut und Unterdrückung beherrschen die Welt. So beschließen drei Götter, sich auf den Weg hinunter zur Erde zu machen. Auf der Suche nach gutherzigen und hilfsbereiten Menschen begegnen sie in Sezuan der armen Straßenprostituierten Shen Te. Sie ist die Einzige, die den drei Fremden ein Dach über dem Kopf anbietet. Zum Dank schenken die Götter Shen Te das Startkapital für einen kleinen Tabakladen.
Doch kaum hat sie das Geschäft eröffnet, wollen hilfsbedürftige Nachbarn, Verwandte und Freunde an ihrem kleinen Gewinn teilhaben. Sie alle bereichern sich auf ihre Kosten, wie auch der arbeitslose Flieger Sun, in den sich Shen Te verliebt und für den sie sich in Schulden stürzt. In ihrer Not erfindet Shen Te sich eine zweite Persönlichkeit und schlüpft in die Rolle des gewissenlosen Vetters Shui Ta. Unter seiner ausbeuterischen Führung wächst der Tabakladen zu einem Großkonzern.

Peter Wittenberg, der u.a. am Burgtheater, am Landestheater Linz und am Theater in der Josefstadt inszenierte, wird Brechts 1940 im Exil fertig gestelltes Parabelstück auf seine Gültigkeit hin überprüfen: Kann der Mensch in einer Welt, die nach den Maximen des Kapitalismus und des Konsums funktioniert, das Gute bewahren? Bedeutet ein Leben im Wohlstand immer ein Leben auf Kosten anderer? „Der gute Mensch von Sezuan“ ist märchenhaft und heiter, aber auch schonungslos. Am Ende verweigert Brecht eine Antwort. „Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluss! Es muss ein guter da sein, muss, muss, muss.“

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